Was versteht man unter Naturkosmetik

14. Februar 2013 |  by  |  Körperpflege

Viele Menschen wollen heutzutage nicht nur biologisch und ökologisch essen. Sie wollen auch ihre Haut mit Natur pur verwöhnen. Aber was genau versteht man unter Naturkosmetik. Keine Tierversuche, pflanzliche Inhaltsstoffe, weniger Nebenwirkungen sind nur ein paar Schlagwörter, die Naturkosmetik beschreiben. Naturkosmetik soll die Haut mittels natürlicher Inhaltsstoffe verschönern und pflegen. Mit dem Einsatz haut- und umweltfreundlicher natürlicher Rohstoffe sollen die natürlichen Hautfunktionen angeregt und unterstützt werden.

NaturkosmetikWas ist drin in Naturkosmetik

Im Gegensatz zu konventioneller Kosmetik wird bei Naturkosmetik auf Paraffine, Silikone, Fette und Öle aus Erdölprodukten verzichtet. Diese Inhaltsstoffe sind günstiger in der Herstellung, lassen sich gut verarbeiten und sind länger haltbar, daher finden sie gern Verwendung in Kosmetikprodukten. In Naturkosmetik findet man dagegen Pflanzenöle oder hochwertige kaltgepresste und ätherische Öle.

Emulgatoren in konventioneller Kosmetik bestehen vor allem aus Polyethylenglycole. Sie sind preisgünstiger und einfach in der Verbindung, stehen allerdings im Verdacht, die Haut durchlässiger für Schadstoffe zu machen. Emulgatoren in Naturkosmetik bestehen aus pflanzlichem Lecithin oder werden aus Kokosfett gewonnen.

In der Naturkosmetik finden reine Mineralpigmente als Farbstoffe Verwendung. Als Duftstoffe werden besonders reine, natürlich ätherische Öle eingesetzt. Im Gegesatz dazu findet man in konventionell hergestellter Kosmetik chemisch-synthetische Farbstoffe sowie synthetische Duftstoffe, welche auch noch stark riechen.

Als waschaktive Substanz wird in Kosmetik das Tensid Natriumlaurylsulfat verwendet. Verträglicher sind Tenside auf Basis nachwachsender Rohstoffe, meist Zuckertenside, die man in Natukosmetik findet.

In guter kontrollierter Naturkosmetik sollten nur natürliche Inhaltsstoffe wie pflanzliche Öle, Fette und Wachse, Kräuterextrakte und Blütenwässer, oder ätherische Öle und Aromen aus kontrolliert biologischem Anbau oder Wildsammlung enthalten sein.

Man findet in Naturkosmetik also keine synthetischen Emulgatoren, keine künstlichen Farbstoffe, die Allergien auslösen können und auch auf künstliche Farb- und Duftstoffe wird verzichtet.

Wie findet man bei der großen Auswahl echte Naturkosmetik

Um dem Verbraucher bei seiner Entscheidung zu helfen, wurde im Jahr 2001 vom  Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren und Körperpflegemitte (BDIH e. V.) ein Label entwickelt, welches einheitliche Standards ermöglichen soll. Der Verband definierte den Begriff Naturkosmetik neu und verfasste einheitliche Richtlinien. In diesen Richtlinien wurden der Einsatz von Emulgatoren und  Konservierungs- sowie Farbstoffen geregelt. Zudem wurden die Mindestanforderungen an die Produktion und die Verarbeitung festgesetzt. Wer also wirklich kontrollierte Naturkosmetik kaufen möchte, der achtet beim Kauf einfach auf das BDIH-Prüfzeichen.

Fazit: Nicht nur die eigene Haut profitiert von natürlicher Kosmetik. Entscheidet man sich für den Kauf von Naturkosmetik leistet man einen wirkungsvollen Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz. Die Produkte zur Herstellung kommen oft auch aus kontrolliert-ökologischem Anbau, es wird auf Tierversuche verzichtet, auf die ökologische Verträglichkeit geachtet und umwelt- und ressourcenschonende Herstellungsverfahren angewendet.